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Das Ruhrgebiet ist ein Wirtschaftszentrum im Umbruch. Die einstige Montan-Region ist auf dem Weg zu einer modernen Industrieregion. Waren Anfang der 70er Jahre noch ca. 500 000 Menschen direkt im Bergbau beschäftigt, sind es heute nur noch 60 000 und es werden in Kürze nur noch 30 000 sein. Die Zahlen für die Stahlindustrie sind ähnlich. Dagegen hat sich die Gesamtanzahl der Beschäftigten nur geringfügig verändert, von 1,6 Mio. 1986 auf 1,55 Mio. 1998. Der Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor hat sich dabei von 47% auf 60% erhöht. Es sind also in großem Umfang neue Arbeitsplätze geschaffen worden, viele im Dienstleistungs- und High-Tech-Bereich. Es gibt heute im Ruhrgebiet 6 Universitäten und 9 Fachhochschulen. Daneben gibt es eine große Anzahl anderer Institute, am bekanntesten sind die vier Fraunhofer Institute mit dem Schwerpunkt auf Mikroelektronik (IMS in Duisburg), Materialfluss und Logistik (IML in Dortmund), Umwelt- Sicherheits- und Energietechnologie (UMSICHT in Oberhausen) und Software und Systemtechnik (ISST in Dortmund) sowie drei Max Planck Institute. Im Umfeld der Forschungseinrichtungen und auf frei werdenden Industrieflächen sind Technologie Parks entstanden, die jungen Unternehmen die Möglichkeit geben, Forschungsergebnisse industriell zu nutzen. Auch Großunternehmen haben sich angesiedelt, z.B. Automobilhersteller oder die weltweit größte Fertigungsanlage für Solarelemente.

Auch der Dienstleistungssektor ist ausgebaut worden., es gibt heute ein großes Angebot an Freizeit- und Kultureinrichtungen. Beispiele sind der Umbau des Duisburger Innenhafens zu einem Freizeitzentrum oder die 'Route der Industriekultur', die in einigen typischen Objekten das industrielle Erbe der Region erhalten will. Es gibt eine reichhaltige Theaterlandschaft, das Bochumer Schauspielhaus ist weit über die Grenzen der Region bekannt. Zahlreiche Museen zeigen Kunstwerke der Gegenwart oder aus vorindustrieller Zeit.

Trotz der Veränderungen geht dieser Umbruch vergleichsweise sozial verträglich vonstatten. Die Arbeitslosenzahlen, im Schnitt bei 12 %, in einigen Unterbezirken bis zu 18 %, würden ohne den Strukturwandel bei ca. 40 % liegen. Vor dem Hintergrund das massiven Stellenabbau in der Montanindustrie sind 12 % kein schlechter Wert. Die Situation führt sogar zu einen Arbeitskräftemangel in einigen Branchen.

Außerhalb der Region scheint niemand den Umbruch zu bemerken oder hat je vom Ruhrgebiet gehört. Hat man sich früher darüber beklagt, dass das Image des Ruhrgebiets schlecht sei, kennt heute im Ausland kaum noch jemand die Region, welche nach wie vor eines der größten Industriegebiete Europas ist. Kaum jemand von außerhalb ist bereit seinen Wohnsitz hierher zu verlegen. Tatsache ist aber auch, dass kaum jemand, der hier wohnt, weg möchte.

Das Ruhrgebiet ist keine homogene Region, es besteht aus 11 Großstädten und 4 Landkreisen. Diese Tatsache hat die Entwicklung der Region sicherlich mit beeinflusst. Für den auswärtigen Besucher stellt sich die Region aber zumindest im Kernbereich wie eine einzige große Stadt dar. Inzwischen sprechen einige auch von der Ruhrstadt.
Die Projekt Ruhr GmbH, gegründed von der Landesregierung, hat zur Aufgabe den Strukturwandel zu fördern, während der Kommunalverband Ruhr (KVR) als älteste Vereinigung der Gemeinden überkommunale Aufgaben der Landschaftspflege übernimmt.

Manche dieser Veränderungen habe ich selbst miterlebt. Vieles was ich als junger Mann noch gesehen habe, existiert heute nicht mehr. Deshalb möchte ich das, was noch von dem alten Revier vorhanden ist, in Form von Bildern festhalten. Sie werden unter den Fotos viele von alten Industrieanlagen finden. Daneben möchte ich auch das heutige Revier zeigen, möchte den Wandel mit Fotos dokumentieren.

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